Demenzformen

Primäre Demenzformen

 

Alzheimer-Demenz
Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Form der Demenz. Sie beginnt meist schleichend und zeigt sich zunächst häufig durch Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis, zum Beispiel wenn Gespräche, Termine oder kürzlich Erlebtes schnell wieder vergessen werden. Im weiteren Verlauf können auch Orientierung, Sprache, Denken und die Fähigkeit, alltägliche Aufgaben zu planen und zu bewältigen, zunehmend beeinträchtigt werden.

Vaskuläre Demenz
Die vaskuläre Demenz entsteht durch Durchblutungsstörungen im Gehirn. Diese können zum Beispiel infolge von Schlaganfällen oder durch Erkrankungen der Blutgefäße auftreten. Die Symptome hängen davon ab, welche Bereiche des Gehirns betroffen sind. Häufig kommt es zu Problemen mit Aufmerksamkeit, Denken oder Planung. Der Verlauf kann schubweise oder stufenartig sein.

Lewy-Körperchen-Demenz
Bei dieser Form lagern sich bestimmte Eiweißstrukturen – sogenannte Lewy-Körperchen – in den Nervenzellen des Gehirns ab. Typisch sind starke Schwankungen der Aufmerksamkeit und Konzentration. Außerdem können Bewegungsstörungen auftreten, die an die Parkinson-Erkrankung erinnern. Viele Betroffene erleben auch sehr lebhafte visuelle Halluzinationen.

Frontotemporale Demenz
Diese Form der Demenz tritt häufig in jüngerem Lebensalter auf als andere Demenzen. Betroffen sind vor allem die Stirn- und Schläfenbereiche des Gehirns. Zu Beginn stehen oft Veränderungen der Persönlichkeit, des Sozialverhaltens oder der Sprache im Vordergrund. Gedächtnisprobleme treten anfangs meist weniger deutlich auf.
 

 

Neben diesen klar abgrenzbaren Formen kommen auch Mischformen vor, bei denen Merkmale verschiedener Demenzerkrankungen gleichzeitig auftreten. Besonders häufig ist eine Kombination aus Alzheimer-Demenz und vaskulärer Demenz.


Sekundäre Demenzformen


Neben den sogenannten primären Demenzen, bei denen die Erkrankung direkt im Gehirn entsteht, gibt es auch sekundäre Demenzformen. Diese entstehen als Folge anderer Erkrankungen oder durch äußere Einflüsse. Mögliche Ursachen können zum Beispiel Stoffwechselstörungen, Vitaminmangel, bestimmte Medikamente, Alkoholmissbrauch, Infektionen oder hormonelle Erkrankungen sein. In einigen Fällen können sich die Beschwerden verbessern oder sogar zurückbilden, wenn die zugrunde liegende Ursache erkannt und behandelt wird.
 

 

Die bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine professionelle Beratung.