Eine Demenzdiagnose bringt oft viele Fragen, Sorgen und Unsicherheiten mit sich. Gefühle wie Angst, Traurigkeit oder Überforderung sind ganz normal. Wichtig ist: Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.
Auch nach der Diagnose gibt es viele Möglichkeiten, Unterstützung zu erhalten, den Alltag zu gestalten und Lebensqualität zu erhalten – für Betroffene ebenso wie für Angehörige.
Erste Schritte nach der Diagnose
Nach einer Demenzdiagnose kann es hilfreich sein, sich Schritt für Schritt Orientierung zu verschaffen:
- sich Zeit nehmen, die Diagnose zu verarbeiten
- Informationen einholen und offene Fragen klären
- Unterstützungsmöglichkeiten kennenlernen
- frühzeitig Beratung und Begleitung in Anspruch nehmen
Eine frühzeitige Beratung kann helfen, passende Hilfen zu finden und Überforderung zu vermeiden.
An wen kann ich mich wenden?
Es gibt verschiedene Anlaufstellen, die nach einer Demenzdiagnose unterstützen können:
Ärztliche Anlaufstellen
- Hausärztinnen und Hausärzte
- Fachärztinnen und Fachärzte für Neurologie, Psychiatrie oder Geriatrie
- Gedächtnisambulanzen
Sie begleiten die medizinische Abklärung, Behandlung und Verlaufskontrolle.
Beratungs- und Unterstützungsangebote
- Alzheimer-Gesellschaften auf Landes- und Bundesebene
- regionale Beratungsstellen
- Selbsthilfeangebote und Gesprächskreise
Diese Stellen bieten Information, Beratung, Austausch und Entlastung – oft kostenfrei.
Die Alzheimer Gesellschaft Marburg-Biedenkopf e. V. berät und begleitet Menschen mit Demenz sowie ihre Angehörigen – sowohl vor als auch nach einer Diagnose. Gemeinsam klären wir, welche Unterstützungsangebote sinnvoll sind und welche nächsten Schritte hilfreich sein können.
Hier können Sie einen kostenfreien Beratungstermin vereinbaren:
Am Grün 16, 35037 Marburg
Telefon (0 64 21) 69 03 93
Fax (0 64 21) 69 04 31
Email: info@alzheimer-mr.de
Leben mit der Diagnose
Eine Demenzdiagnose verändert das Leben – sie bedeutet aber nicht, dass alles verloren ist. Viele Menschen mit Demenz können über lange Zeit aktiv am Alltag teilnehmen, soziale Kontakte pflegen und Lebensfreude erleben.
Wichtig sind:
- Akzeptanz der Veränderungen
- ein strukturierter, überschaubarer Alltag
- soziale Teilhabe
- frühzeitige Entlastung und Unterstützung für Angehörige
Ein offener Umgang mit der Erkrankung kann helfen, neue Wege zu finden und das Leben gemeinsam zu gestalten.
Die bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine professionelle Beratung.